Organisation YFU
Mein Auslandsjahr in den USA
Mein Name ist Rebecca und ich bin 2008/2009 für 1 Jahr in den USA gewesen, um genau zu sagen in Buffalo Texas. Die Organisation über die ich dort war, heißt YFU - Youth for Understanding. Sie sucht Familien im Gastland aus, die die Schüler ehrenamtlich bei sich aufnehmen. YFU unterstützt einen auch sehr, indem sie dir eine Kontaktperson in deiner Region anbieten, welche du kontaktieren kannst, falls du Probleme mit deiner Gastfamilie oder auch in der Schule haben solltest. Auf eventuell auftretende Konflikte bereitet YFU dich ein halbes Jahr vor dem Austauschjahr vor, mit vielen Workshops und einer 1 wöchigen Tagung. Dort triffst du viele andere Schüler, die auch ins Ausland gehen. Die Betreuer sind ehemalige Austauschschüler, die sich intensiv damit beschäftigen, dass du vorbereitet in dein Gastland gehst und das Fragen und Ängste vollständig besprochen und geklärt werden. Ich habe mich für YFU entschieden, da diese Organisation Stipendien anbietet, viele gute Erfahrungen mit ihr gemacht wurden und sie seriös ist. Meine Familie hat innerhalb der letzten Jahre, mit meiner Gastschwester und mir, schon 14 Austauschschüler betreut, die alle mit YFU gekommen sind, da meine Gastmutter ein Mitglied dieser Organisation ist. Ich war mit meiner Familie sehr zu frieden, hatte wenig Probleme. Offenheit, Ehrlichkeit und Freundlichkeit sind ein Muss, denn nur so kann man vielen unnötigen Problemen aus dem Weg gehen. Alle sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich habe immer noch Kontakt mit ihnen und möchte diesen auch gerne aufrecht erhalten. In der Schule war es kein Problem sich zu integrieren, weil ich auf eine sehr kleine High School mit ca. 200 Schülern gegangen bin. Mich haben sofort andere Schüler angesprochen, so dass es mir leicht gefallen ist, mich mit anderen anzufreunden. Für einen nahtlosen schulischen Anschluss würde ich aber echt empfehlen, darauf zu achten, Kurse zu belegen, die hier wirklich notwendig sind, wie zum Beispiel Biologie, Chemie und Physik und den richtigen Geschichts- und Mathekurs herauszufinden und zu belegen. Im Nachhinein betrachtet war es ein tolles Jahr, mit seinen Höhen und Tiefen, abenteuerlich, aber zu gleich auch sehr lehrreich. Alle meine Erwatungen haben sich erfüllt. Ich habe neue Leute kennen gelernt, Freundschaften geschlossen, einen Einblick in eine für mich neue andere Kultur erhalten und die Sprache besser gelernt. Der Sprache willen, dass man sich gut einleben und, dass man auch etwas erleben kann, finde ich die Dauer von 1 Jahr angemessen und nicht zu lang. So ein Auslandsaufenthalt ist sehr empfehlenswert. Es bringt einem persönlich sehr viel, man wird erwachsener, selbständiger und weiß, so manches von zuhause zu schätzen. Das sind meine persönlichen Erfahrungen. Komisch ist einem trotzdem. Die größte Angst hatte ich vor der Ankunft, alleine dort zu stehen, auf sich gestellt sein und, ob einem die Familie zusagt. Aber auch die Rückkehr nach Berlin hat mir Sorgen gemacht, weil ich mir unsicher war, wie es zuhause und in der Schule laufen würde, wie ich zurecht komme, ob ich viel verpasst hätte und meine Freiheiten, die wollte ich auch nicht wieder hergeben.
Die Entscheidung muss jeder für sich selber treffen, aber es war cool, überwältigend und überraschend gut. Angst darf man haben. Wenn du aber die richtigen Kurse wählst, hast du hier ein Problem weniger. Ich jedoch hatte so meine kleinen Probleme. Trotzdem bin ich froh, dass ich die Chance hatte, 1 Jahr in einem fremden Land zu leben und hoffe, dass ihr euch auch dafür entscheidet.
Rebecca Dolling, 12. Klasse ; November 2009
|