 Leistungskurs Biologie im Gläsernen LaborAm Freitag, den 20.11.2009 besuchte der Biologieleistungskurs das Gläserne Labor, das sich auf dem Charité Berlin-Buch befindet.
Dort wurden wir zu Beginn in das Thema Gehirn und Lernen eingeführt, indem wir ein Spiel spielten. Dabei haben wir uns gegenseitig Bälle zugeworfen, wobei der eine Partner eine spezielle Brille trug, die den Blickwinkel entweder nach links oder nach rechts ablenkte.
Anschließend stellte uns eine Diplombiologin acht verschiedene Experimente vor, die wir im Labor je zu zweit oder zu dritt durchführten.
Zur Auswahl standen:
1. Reine Nervensache - Nerven lassen Muskeln zucken
Hier wurde mit einem Hammer vorsichtig die Achillessehne des Probanden gereizt (durch einen Schlag), um die Nervenleitgeschwindigkeit herauszufinden und zu berechnen.

Unser 1. Versuch, die Nervenleitgeschwindigkeit zu ermitteln 2. Oh, wie reizend - Mechanisches Reizen des Regenwurms
Dabei reizten wir einen Regenwurm mit einem dünnen Draht am Vorder- bzw. Hinterende,um so die Geschwindigkeiten bei der Signalweiterleitung als auch die Empfindlichkeit zu messen.
3. Verloren im Fingerlabyrinth - Dokumentation der eigenen Lernleistung
Bei diesem Experiment hatte die Versuchsperson die Augen verbunden. Sie hatte 12 Durchgänge, um mit einem Stift den Weg durch das Labyrinth zu finden. Die gemachten Fehler und die benötigte Zeit wurden jeweils aufgeschrieben.
4. Was guckst Du?!? Arbeiten mit der Prismenbrille
Hierbei wurde der Versuchsperson eine Prismenbrille aufgesetzt, durch die eine visuelle Abweichung erzeugt wurde.
Zur Durchführung warf der Probant 10 Bälle ohne Brille, dann 20 Bälle mit Brille und dann wieder 10 Bälle ohne Brille auf eine in Abschnitte eingeteilte Tafel (-50 bis 50) und versuchte stets die Mitte zu treffen.
Der Lernvortschritt wurde dokumentiert und in einem Diagramm dargestellt.

Das war der Versuch 4 5.Achtung Spannung! Diffusion und ihre Folgen
In diesem Versuch wurden zwei Lösungen, getrennt durch eine Cellophanfolie, in eine so genannte Ussingkammer gegeben. Mit einem Voltmeter wurde nun in einem Zeitraum von 20 Minuten die Spannung gemessen. So konnte man durch diesen Versuch die Diffusionsvorgänge in Form von Spannungsänderungen messen.
6. Die Zelle als Batterie - Messung von Membranpotentialen
Durch diesen Versuch soll das Membranpotential an einer kationselektiven Membran gemessen werden. Als Materialien wurden zwei Elektroden, ein Voltmeter und destilliertes Wasser zur Verfügung gestellt. Der zeitliche Versuch wurde auch hier dokumentiert.
7. Elektrooculographie - beim Lesen zuschauen
Dank dieses Experimentes war man in der Lage durch drei im Gesicht befestigte Elektroden (Stirn und Schläfen) das Muskelsummenpotential während des Lesens zu messen. Ein Computer fertigte entsprechende Diagramme an.
8. Die Umkehrbrille - Verkehrte Welt am Bildschirm
Die Versuchsperson sollte am PC mit einer Umkehrmaus verschiedene Aufgaben bewältigen. Die Komplikation bestand darin, dass der Pfeil sich immer in die entgegengesetzte Richtung bewegte, in die die Maus geschoben wurde. Jedoch konnte man nach einer gewissen Zeit gewisse Lernerfolge des Gehirns erkennen.
Zum Schluss präsentierten alle Schülerinnen ihre Versuchsergebnisse der Gruppe und eine interessante Exursion ging zu Ende.
S. Dexel; 17.12.09 
Elektrooculographie, das war unser 7. Versuch |